Täuferpfad - Auf den Spuren der Täufer

Broschüre Deutsch: Auf den Spuren der Täufer von Sumiswald - Führer zum Täuferpfad

Broschüre Englisch: On the trails of the Sumiswald Anabaptists


Im Täuferjahr 2007 wurde in Sumiswald eine rund acht Kilometer lange Wanderroute eingerichtet, auf der an zehn Schauplätzen und eben so vielen Informationstafeln viel Wissenswertes zum Thema "Sumiswald und die Täufer" zu vernehmen ist.

Die Lehre der Täufer
Die Christlichen Gemeinschaften der Täufer haben ihren Ursprung in der Reformationszeit, also im frühen 16. Jahrhundert. Die Täufer wünschten eine weit gehende Erneuerung des Glaubens; weil sie beispielsweise die Kindertaufe als unbiblisch ablehnten, wurden sie oft auch Wiedertäufer genannt. Ihrem Streben nach der Wiederherstellung des wahren Christentums - und überhaupt ihrer radikalen Ansichten wegen - wurden die Täufer von Anfang an in Verruf gebracht, verfolgt und vertrieben. Was folgte, war eine jahrhundertelange Leidensgeschichte. Die Täuferverfolgungen bilden insbesondere auch in der Geschichte des Emmentals ein düsteres Kapitel. Von den bernischen Landesteilen wurde das Emmental von den Auseinandersetzungen zwischen den Glaubensrichtungen früh und stark betroffen.
Heute gibt es in der Schweiz 14 Täufergemeinden mit rund 2400 Gläubigen, über die Hälfte davon lebt im Kanton Bern.
Nach Sumiswald reisen jährlich zahlreiche Nachkommen der vertriebenen Täufer. Sie kommen zumeist aus den USA und besuchen auf ihrem Trip mit Sicherheit den Bauernhof von Gertrud und Hans Haslebacher auf der Chleinegg. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts lebte hier nämlich der Täufer Lehrer Hans Haslibacher, der im Spätherbst 1571 als letzter von über vierzig Täufern im Kanton Bern hingerichtet wurde.

Der Sumiswalder Täuferpfad
Der Täuferpfad führt von der Kirche Sumiswald via Schloss und Chleinegg hinauf nach Schönentüel. Über die Haretegg geht's weiter zum Schloss Trachselwald, und von da weg wieder zurück nach Sumiswald.
Wer die Wanderroute unter die Füsse nimmt, wird doppelt belohnt: Zum Einen ist sie ein abwerchslungsreiches Naturerlebnis, zum Andern bieten die zehn Informationstafeln einen höchst interessanten Gang durch die Geschichte. An den einzelnen Stationen erfährt man nicht nur Näheres über Leben und Sterben des oben erwähnten Hans Haslibacher - es ist beispielsweise auch die Rede von einem toleranten Vertreter der Obrigkeit, von der Geschichte einer nach den USA ausgewanderten Familie aus dem Wasen oder von Versammlungsplätzen der Täufer in der Gemeinde Sumiswald.
Auf der Sumiswalder Gemiendeverwaltung ist die informative und schön gestaltete Broschüre "Auf den Spuren der Täufer von Sumiswald - Führer zum Täuferpfad" auch in Englisch "On the trails of the Sumiswald Anabaptists" erhältlich.
Nehmen Sie sich für Wanderung und Lektüre demnächst einmal Zeit - Sie werden es nicht bereuen!

Text: Dieter Sigrist                                     

Besuchertipp im Schloss Trachselwald:
"Wege zur Freiheit"

Seit dem Jahr 2021 kann im ehemaligen Gefängnistrakt des Schloss Trachselwald die Täuferausstellung "Wege uur Freiheit" besichtigt werden, wo vel über die Täufer erfahren werden kann. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage www.wege-zur-freiheit.ch

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